Leitmotive
Texte, die mir viel bedeuten, als kurzgefasstes Leitmotiv:
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Einen Menschen lieben, heißt ihm sagen: Du wirst nicht sterben. (Gabriel Marcel) |
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Wenn ich die Sprachen aller Menschen spräche und sogar die Sprache der Engel, aber ich hätte keine Liebe, dann wäre ich doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Trommel ... Auch wenn alles einmal aufhört – Glaube, Hoffnung und Liebe hören niemals auf. Diese drei werden immer bleiben; am größten von ihnen aber ist die Liebe. (Völkerapostel Paulus, 1. Korintherbrief, Kap. 13) |
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Dies ist die wahre Verheißung: Dass Gott, der uns schuf, uns von Ewigkeit her wollte und in Ewigkeit möchte, dass wir sind. Die ewige Liebe, die beschloss, uns ins Dasein zu rufen, will niemals mehr diesen Ruf zurücknehmen. (Eugen Drewermann) |
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Alle Gegensätze dieser Welt werden aufgehoben, zusammenfallen in Gott: coincidentia oppositorum. (Nikolaus Cusanus) |
Zu meinem Selbstverständnis als freier Theologe:
Die sechs Jahre des Philosophie- und Theologiestudiums waren eine auf "Erkenntnis" gerichtete Zeit, die Antworten suchte auf die Fragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Was ist der Mensch? Eine Antwort darauf zu finden, beschäftigt mich noch heute. Während meines Berufslebens als theologisch arbeitender Journalist (oder journalistisch arbeitender Theologe), sind mir im institutionellen Raum der Kirchen immer wieder Menschen begegnet, die präzise Antworten bereit hielten. Jedoch: Es waren Antworten auf Fragen, die ich gar nicht gestellt bzw. formuliert und veröffentlicht hatte. So war und bin ich weiter auf der Suche geblieben – bis heute.
1984 schrieb ich für den damaligen Südwestfunk eine Radiosendung über einen berühmten deutschen Theologen, in dessen Tagebüchern ich auf den befreienden Satz gestoßen war: Wenn Gott ist, und wenn ein Mensch sein Leben lang die Wahrheit, die letzte, die befreiende und vielleicht erschreckende Wahrheit, die wahre Wahrheit, die Wahrheit aller Wahrheiten sucht und nichts als Wahrheiten, die Wahrheit selbst aber und ihn, Gott, nicht findet, wenn … sein letzter Hauch eine Frage nach IHM ist, wird ihm das Suchen als Finden angerechnet werden? (Fridolin Stier)
In dieser Aussage, die zugleich Frage ohne Antwort ist, so habe ich damals geschrieben, liegt die befreiende Botschaft für die Menschen unserer Zeit: Und ihre Hoffnung, und ihr Vertrauen in eine Güte und Liebe im Grunde der Welt. Davon bin ich bis heute zutiefst überzeugt.